Auf den Spuren der Hohenzollern
Dienstag, 8. Oktober 2013

Die Geschichte der preußischen und schwäbischen Hohenzollern stand beim zweitägigen Jahresausflug der Echinger Naturfreunde im Vordergrund. Darüber hinaus hatte Wanderwart Hans Dillis ein interessantes Programm für die Erkundung der Schwäbischen Alp zusammengestellt.

In Blaubeuren besuchte die Gruppe neben dem im Jahre 1085 gegründeten Kloster des Benediktinerordnens auch den Blautopf. Die Magie und Faszination dieses von der Natur geschaffenen Wasservorrates springt sofort auf jeden Besucher über. Türkisblaues Nass kommt aus der 21 m tiefen Quelle zur Oberfläche und war für die Region überlebenswichtig, denn bis zu 2000 Liter schüttet sie in der Sekunde aus.

Als nächster Halt wurde Zwiefalten angefahren, um dort das Münster, das den Mittelpunkt des alten Kloster- und Wallfahrtsortes bildet, zu besichtigen. Es zählt zu den bedeutendsten Bauwerken des Spätbarocks mit deutscher Prägung und beherbergt viele ungewöhnliche Darstellungen von kirchlichen Figuren.

In Sigmaringen beginnt die Reise durch die Geschichte der Hohenzollern. Das vom Fürst von Hohenzollern bewohnte Schloss Sigmaringen ist gleichzeitig das Wahrzeichen der Stadt. Es entwickelte sich im Lauf der Zeit von einer mittelalterlichen Burg zum fürstlichen Residenzschloss. Neben kostbaren Gobelins, Möbeln und Porzellane ist hier die größte private Waffensammlung mit über 3000 Exponaten zu bestaunen.

Die Nacht wurde in Stetten am kalten Markt verbraucht. Die Stadt machte aufgrund der dortigen Temperaturen ihrem Namen alle Ehre.

Der zweite Tag stand ganz im Zeichen der Hohenzollern. Die Burg Hohenzollern bei Hechingen bildete den Höhepunkt des Ausfluges. Vom Zellerhorn, das man nach einer kleinen Wanderung erreicht, bot sich den Naturfreunden ein fantastischer Blick zur Hauptburg der Hohenzollern. Die Burg selbst konnte anschließend jeder bei einem königlichen Flanieren in großen Filzpantoffeln individuell erkunden. Burgführer gaben in jedem Raum Antworten auf die vielen Fragen, die von den Besuchern gestellt wurden. So ist und war die Burg niemals bewohnt, sie diente nur repräsentativen Zwecken. König Friedrich Wilhelm IV von Preußen verwirklichte er seinen Traum und baute die bereits bestehende Burg zu einer der imposantesten Burganlagen Deutschland im neugotischen Stil um.

Bei der Heimfahrt galt der Dank dem Wanderwart Hans Dillis, der auch diesen Ausflug mit seinem interessanten Programm wieder zu einem Erlebnis machte. Er kündete bereits den nächsten Ausflug an, der vom 03. bis 05. Oktober 2014 in das Elsass führen wird.

 

Die Naturfreunde auf dem Weg zum Zellerhorn mit der im Hintergrund verdeckten Burg Hohenzollern