Naturfreunde unternahmen Ausflug zur Weltkulturerbe-Stadt Krummau
Donnerstag, 15. Oktober 2015

Zur Perle des Böhmerwalds

Krummau, das Weltkulturerbe und Perle des Böhmerwaldes – war das Ziel des zweitägigen Ausflugs der Echinger Naturfreunde. Wanderwart Hans Dillis konnte 45 Teilnehmer begrüßen, die sich wieder vom seinem ausgeklügelten Programm überraschen ließen.

Die Fahrt führte direkt über die tschechische Grenze Philippsreut nach Cesky Krumlow, so der tschechische Name, die man nach einer ausgiebigen Brotzeit am Bus erkundete. Seit 1992 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt, beeindruckt das kleine Städtchen an der Moldau jeden Besucher mit seinen 300 historischen Häusern sowie dem Schloss- und Burgkomplex. Den ganzen ersten Tag verbrachte die Gruppe auf eigene Faust in dem Städtchen, bevor es am Abend zum Hotel in Ulrichsberg in Oberösterreich ging. 

Eine wunderbare Aussicht auf den Moldaustausee genossen die Naturfreunde am nächsten Vormittag vom Moldaublick aus, einem 24 m hohen Turm, für den einige Teilnehmer einen ca. zwei Kilometer langen Fußmarsch in Kauf nahmen. Der Rest der Gruppe fuhr mit dem Bus direkt zum Turm. Ein weiteres besonderes Erlebnis war der Baumwipfelpfad in Lipno. Der 657 m lange Pfad bietet zahlreiche Informations- und Erlebnisstationen, ehe man den 40 m hohen Turm erreicht. Von oben hat man eine fantastische Aussicht auf dem umliegenden Böhmerwald sowie dem Moldaustausee. Einen besonderen Höhepunkt bot die 52 m Trockenrutsche, die so mancher Naturfreund als schnellere Möglichkeit zum Runterkommen nutzte. 

Den Abschluss des gelungenen Ausflugs bot eine Schifffahrt auf dem Moldaustausee. Von Lipno aus konnten die Reisenden eine andere Perspektive vom Wasser aus genießen. Der 44 m lange und bis zu 16 m breite Stausee misst eine Fläche von 4650 ha. Für seinen Bau mussten zahlreiche Ortschaften umgesiedelt werden, da die Fläche geflutet wurde. Nach ungefähr 80 Minuten legte man in dem Städtchen Frymburk an, wo der Bus schon zur Heimfahrt wartete.

Der Dank der Naturfreunde war dem Wanderwart Hans Dillis, der mit viel Herzblut diese Reise zusammengestellt hatte, gewiss. Auch Vorsitzender Alfred Kuttenlochner dankte dem Wanderwart für die hervorragende Organisation und kündigte für das nächste Jahr einen dreitägigen Ausflug an.

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